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Das Erbrecht und die gesetzliche Erbfolge

Das Erbrecht regelt in den §§ 1922 bis 2385 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB Fünftes Buch V, Erbrecht) die Fragen, wem das Vermögen einer Person nach ihrem Tode zufällt, was damit zu geschehen hat und wer für die Nachlassverbindlichkeiten haftet. Unter Vermögen versteht man hier auch die Schulden, die jemand hinterlässt.

 

Diese Regelungen nennt man auch die gesetzliche Erbfolge, die eintritt, wenn jemand kein eigenes rechtsgültiges Testament verfasst hat. Erbberechtigt sind dann der überlebende Ehegatte sowie Erben der ersten Ordnung, das sind die Kinder, Enkel und Urenkel.

 

Erben 1. Ordnung – Kinder des Erblassers, dazu gehören auch nicht eheliche und adoptierte Kinder, Enkel und Urenkel (§ 1924 BGB)


Erben 2. Ordnung –  Eltern des Erblassers und deren Kinder sowie Geschwister, Neffen und Nichten. Die Verwandten der 2. Ordnung sind nur erbberechtigt, wenn kein Verwandter 1. Ordnung vorhanden ist. (§ 1925 BGB)


Erben 3. Ordnung – Großeltern und deren Kinder, Onkel, Tanten, Cousins, Cousinen (§ 1926 BGB)


Erben 4. Ordnung – Urgroßeltern des Erblassers und deren Kinder, Urgroßvater, Urgroßmutter, Großonkel, Großtante (§ 1928 BGB)